Die meisten polnischen Städte, in denen wir waren, haben zwar einen modernen, neu gestalteten Platz als Mittelpunkt (meist mit einer futuristischen Philharmonie daneben). Allerdings gibt es dafür kein Fußgängerzone, wie wir sie von deutschen Städten gewohnt sind.
Nach so viel Stadt, genauer gesagt einem halben Tag, wollten wir dann wieder raus in die Natur. Da kam es uns natürlich sehr gelegen das die Ostsee nicht weit war.
Da wir nie länger als eine Nacht am gleichen Ort stehen wollen, man will ja niemanden auf die Nerven gehen, sind wir dann am nächsten Tag einfach 10 min weiter gefahren und haben dort in den Dünen unsere Decke ausgebreitet. Endlich kam auch wieder die Sonne raus, also konnten wir unseren ersten Tag am Strand verbringen! (Ich übrigens nur im T-Shirt und ohne Mütze - es war wirklich schön warm!)
Wieder auf der Suche nach einem neuen Platz sind wir dann einen Feldweg entlang gefahren, der sich als Sackgasse entpuppte. Jan versuchte dann umzudrehen, setzte zurück und ich warnte noch nicht weiter zurück zu fahren, da es zu steil war. Wie das aber so oft ist, weiß man(n) das ja besser - und zack, wir steckten fest. Normalerweise versuchen wir ja keine Spuren zu hinterlassen, diesmal klappte das allerdings nicht so gut....
Wir haben über eine Viertelstunde gebraucht da wieder raus zu kommen und ich war schon leicht panisch (ich hatte ja gesagt nicht weiter nach hinten fahren!), aber dank unseres Klappspatens haben wir den Pfosten kurz mal ausgegraben. Im Allgemeinen muss man schon sagen, so ein Klappspaten ist schon praktisch...
Abends hatten wir auch endlich mal Besuch und diese äußerst nette Dame kam an unsere Türschwelle. Leider konnten wir sie nicht weiter locken und so saß sie dann an der offenen Tür. Zumindest hatte sie so viel Anstand und kam am nächsten morgen zum Frühstück nochmal vorbei. (Mittlerweile hab ich auch Leckerlis gekauft, da kann dann hoffentlich keine mehr widerstehen...)
Wir haben wieder einen schönen See gefunden, da kommt direkt Vorfreude auf die masurische Seenplatte auf, da geht's nämlich als nächstes hin.
Frühstück gab es auch bei schönstem Sonnenschein.
Bevor es weiter geht waren wir noch in Gdansk (Danzig), eine fast schon zu schöne Stadt. Alle Fassaden waren bildhübsch, auch in den Nebenstraßen. Endlich gab es auch mal einen wirklichen Stadtkern, allerdings war sehr viel für einen Montag los. Wie sich rausstellte sind in Polen gerade nach dem 1. Mai, drei Feiertage!
Mein absolutes Highlight war übrigens dieses Kind - wer wäre nicht gern an ihrer Stelle auf dem trägen Löwen? (und mit Lolli!)
Zum Abschluss gibt es noch ein Bild von der fleißig schaffenden Hausfrau bei ihrer Kehrwoche. Nicht dass der Eindruck entsteht, dass wir den ganzen Tag nichts machen!


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