Samstag, 6. August 2016

Die Berge rauf und runter

Auf Runde, der drittgrößten Vogelinsel Norwegens, machten wir uns am Abend auf und erklommen die Vogelfelsen. Denn ab 21.00 Uhr ist die beste Zeit, die begehrten Papageientaucher zu beobachten. Der Weg führte durch ein Hochmoor und so blieben unsere Füße leider nicht trocken, aber wir wurden durch den Anblick hunderter der kleinen Vögel belohnt. Und davon einige direkt vor unseren Füßen - nicht einmal einen Meter entfernt!


Danach mussten wir erstmal warten, bis unsere Füße und Schuhe getrocknet waren. Aber am nächsten Morgen kam zum Glück auch mal kurz die Sonne raus.


Und so machten wir uns noch einmal tagsüber auf und umrundeten Runde. Auch dieses Mal waren wir wieder mit Schirm bewappnet, denn bei dem wechselhaften Aprilwetter kann es jeder Zeit anfangen zu regnen.


Neben den Papageientauchern, kamen uns noch Tölpel, sehr große, braune Raubmöwen, ein Stein und ein Seeadler und viele Schafe zu Gesicht.


Auf unserer Wanderung kamen wir mit einem Paar ins Gespräch mit denen wir uns Abends auf ein Gläschen Wein trafen. Da waren wir ganz glücklich, denn unser Weinvorrat ist schon seid Wochen aufgebraucht und die Preise hier sind leider völlig überzogen. Die Männer verabredeten sich noch für den nächsten Tag zum Angeln und so hatten wir auch dort mal wieder ein Erfolgserlebnis. Fünf von den Sechs Makrelen hat auch noch Jan gefangen!


Unseren nächsten Stopp legten wir am Briksdalsbreen ein, einer Gletscherzunge vom großen Jostedalsbreen.



Nach der Wanderung zum Gletscher, ging es am nächsten Tag noch den Berg auf der gegenüberliegenden Seite hoch, von der sich uns ein grandioser Ausblick bot.




Nach so viel Berg auf und ab, war der Muskelkater vorprogrammiert und wir fuhren erstmal weiter und kamen in die kleine Stadt Laerdal. Mit schön hergerichteten Holzhäusern und einer entzückenden Katze, die wir am liebsten eingepackt hätten...


Danach ging es über eine Passstraße, da wir den längsten Tunnel Norwegens, mit 24,7 km umgehen wollten. Oben erwartete uns eine karge Landschaft und ein kalter Wind, aber mich beeindruckt so eine unberührte Landschaft umso mehr.



Auf dem Weg abwärts hatten wir von einem Aussichtssteg einen spektakulären Blick über den schmalen Fjord.


Unten angekommen kamen wir nach Flam. Dort gibt es eine berühmte und vollkommen überteuerte Bahn, die durch das Flamsdal führt. Neben der Bahnstrecke gibt es aber auch eine schmale Straße, die zum damaligen Trassenbau angelegt wurde und so sind wir die Strecke einfach mit unserem Bus gefahren. Natürlich kamen wir nicht bis ans Ende und so liefen wir die restlichen sechs Kilometer zu Fuß. War ja nur ein "bisschen" steil. Und dann wieder zurück, wieder sechs Kilometer.


Um unsere Beine nun wirklich einmal zu entspannen, haben wir mal wieder das Kajak ausgepackt und sind entlang des Naroyfjords, dem schmalsten Fjord in Norwegen, gepaddelt. Neben uns fuhren die etwas größeren Ausflugsboote.

Das Wetter schlägt hier aber sehr schnell um und so haben wir gerade Mittag gegessen, als es anfing zu schütten und so mussten wir den Rückweg im Regen antreten. Spaß hatten wir aber trotzdem! Und danach gab es mal wieder eine heiße Dusche auf den Campingplatz. Die hatten wir uns danach verdient... 

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